Zu einer guten Schuh- und Lederpflege gehört auch Prävention! Meistens entsteht Schimmel durch falsche Lagerung des Leders. Vor allem durch eine hohe Luftfeuchtigkeit von dauerhaft mehr als 70 Prozent, zu hohe Raumtemperatur und mangelnden Luftaustausch kommt es vermehrt zu Schimmelbildung.
Aus diesem Grund ist es wichtig, das Leder richtig zu lagern. Achten Sie darauf, das Leder an einem kühlen, trockenen Ort gut geschützt aber nicht luftundurchlässig zu lagern. Plastiktüten, geschlossene Plastikbehälter o.ä. sind also tabu, nutzen Sie lieber Kleidertaschen aus Stoff, Pappkartons oder hängen Sie die Lederkleidung auf Bügeln in einen Schrank. Mit einem Luftentfeuchter kann die Feuchtigkeit in geschlossenen Räumen außerdem gut reguliert werden.
Achten Sie auch darauf, nur vollständig getrocknetes Leder zu lagern.
Haben sich auf Ihrem Lieblingslederstück Schimmelspuren gebildet, so sollte schnell gehandelt werden. Denn Schimmel verursacht nicht nur optischen Schaden, sondern kann auch gesundheitliche Risiken mit sich bringen.
Das Leder kann durch Schimmel Flecken bekommen und es kann spröde und brüchig werden. Nicht nur außen, sonder auch im Inneren des Leders können sich Schimmelsporen ausbreiten und das Material nachhaltig schädigen. Letztlich kann er auch unangenehme Gerüche verursachen.
Die Schimmelpilze können sogenannte Mykotoxine produzieren, die beim Einatmen oder Berühren schädlich sein können. Denn bei längerem Kontakt besteht die Möglichkeit, dass Lunge, Leber, Niere und das Nervensystem geschädigt werden und es in manchen Fällen sogar krebserregend sein kann. Außerdem besteht die Gefahr, dass viele Schimmelpilzsporen Allergien wie Heuschnupfen, Nesselsucht oder allergisches Asthma und Atemnot auslösen können. Längerer Kontakt mit Schimmel kann Atemwegserkrankungen und Hautreizungen (vor allem nach Hautkontakt mit verschimmelter Kleidung) auslösen.
Essig sagt Schimmel den Kampf an! Verdünnen Sie einfach weißen Essig mit der gleichen Menge Wasser. Wischen Sie die betroffene Stelle vorsichtig mit dieser Mischung mithilfe eines weichen Tuchs ab.
Bitte achten Sie darauf , dass Leder nicht einzuweichen, da übermäßige Feuchtigkeit es beschädigen kann.
Nach dieser Anti-Schimmel-Behandlung ist auf jeden Fall eine gute Pflege nötig. Hier eignet sich – zumindest bei Glattleder – besonders Tapirs Lederöl. Denn auch dieses enthält einen Essiganteil. Gleichzeitig pflegt und nährt es das Leder bis in die Tiefe. Geben Sie einfach ein wenig vom Öl auf ein Baumwolltuch oder die Auftragsbürste und massieren Sie das Lederöl damit sanft in das Material ein.
Bei Rauleder sollte das Lederöl nicht verwendet werden! Hier nutzen Sie die Lederimprägnierung für Velours-, Nubuk- und Wildleder. Einfach gut schütteln und aus einer Entfernung von ca. 10 Zentimetern gleichmäßig auf das Leder aufsprühen. Verteilen und massieren Sie die Imprägnierung anschließend mit der Tapir Auftragsbürste oder der Tapir Glanzbürste ein, um Fleckenbildung zu verhindern. Zum Schluss das Rauleder mit einer Raulederbürste oder dem Rauleder-Radierer bürsten, um die Fasern wieder aufzustellen.
Um Ihre Gesundheit nicht zu gefährden und außerdem das Lederstück zu retten, ist es wichtig, Schimmel direkt zu erkennen und schnell zu handeln.
Schimmel zeigt sich häufig als weißlich-grauer oder grünlicher Belag, der feinem Staub oder Puder auf der Oberfläche ähnelt. Die Oberfläche ist meist fleckig mit unregelmäßigen, häufig auch kreisförmigen Flecken. Glänzendes Leder wird durch Schimmel außerdem oft stumpf und matt. Das Leder kann sich auch verfärben und es zeigen sich plötzlich Verfärbungen in Form von hellen oder dunklen Stellen, die vorher nicht da waren.
Aber nicht nur am Äußeren, sondern auch durch den Geruch lässt sich Schimmel meist recht eindeutig erkennen. Ein modriger, muffiger Geruch, häufig vergleichbar mit dem charakteristischen „feuchtem Keller- Geruch“ ist ein typisches Anzeichen für Schimmelbefall. Riecht das Leder also nicht mehr neutral nach Leder, dann sollten Sie genauer hinschauen.
Oft fühlt sich Schimmel bei Berührung leicht pelzig oder rau an, manchmal sogar klebrig, wenn es von Mikroorgansimen befallen ist.
Entdecken Sie Schimmel, handeln Sie also schnell. Wischen Sie das Leder direkt mit Essigwasser ab und pflegen Sie es hinterher gut, beispielsweise bei Glattleder mit Tapirs Lederöl, welches ebenfalls einen Essiganteil enthält und das Leder gleichzeitig pflegt und schützt.
Nachdem der Schimmel vollständig vom Leder entfernt wurde, ist eine richtige Nachbehandlung mit passenden Produkten für die Lederpflege sehr wichtig, um das Material optimal zu pflegen und vor erneutem Schimmelbefall zu schützen.
Zuallererst muss das Leder nach der Schimmelentfernung vollständig trocknen. Achten Sie aber darauf, das Leder nicht in direkter Sonneneinstrahlung oder an Heizungen zu trocken, da es dadurch spröde wird. Am besten eignet sich ein gut belüfteter, trockener Ort bei Raumtemperatur.
Um zu verhindern, dass das Leder durch die Schimmelentfernung spröde wird, verwenden Sie anschließend daran ein Lederfett, Lederbalsam oder Lederöl. Dies nährt das Material und wirkt Austrocknung entgegen. Tragen Sie die Lederpflege dünn auf und polieren Sie diese danach mit einer Glanzbürste oder einem Baumwolltuch nach.
Eine Imprägnierung im Anschluss schützt das Leder vor Eindringen von Feuchtigkeit und Schimmelneubildung.
Neben der Lederpflege sollten Sie auf eine gute Lagerung achten. Lagern Sie das Leder trocken, luftig und keinesfalls luftdicht verschlossen. Vermeiden Sie also unbedingt Plastiktüten und feuchte Kellerräume!
Damit Schimmel erst gar nicht entsteht, sind einige wichtige Punkte bei der Lagerung von Leder unvermeidbar.
Achten Sie zuallererst darauf, nur vollständig getrocknetes Leder einzulagern. Das Leder sollte außerdem luftdurchlässig, also entweder in einer Baumwolltasche, einem Pappkarton oder in einem geeigneten Kleiderschrank gelagert werden. Plastiktüten und Behältnisse müssen dringend vermieden werden.
Außerdem sollte der Raum kühl, gut belüftet und trocken sein. Eventuell könnte ein spezieller Luftentfeuchter helfen, falls Sie keinen solchen Raum haben.
Bevor Sie das Leder einlagern sollte es zudem gut gereinigt und einer Lederpflege unterzogen werden. Denn ein sauberes und gut imprägniertes Lederstück ist weniger anfällig für Schimmelbefall.
Nutzen Sie je nach Lederart also entweder ein spezielles Lederöl, Lederbalsam oder Lederpflege bei Glattleder und bei Rauleder beispielsweise eine Lederimprägnierung. Hierdurch wird das Leder gut gepflegt und das Eindringen von Feuchtigkeit, welche einen guten Nährboden für Schimmel bietet, wird verhindert. Außerdem schützen Sie das Leder gleichzeitig vor dem Austrocknen.
Wenn Sie diese Punkte beachten, werden Sie lange Freude an Ihrem Lederstück haben.
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